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Diensteinsatzplanung

Fallbeispiele

Fallbeispiel Dienstleistungsbetrieb
In einer Spitalabteilung mit einer bestimmten Anzahl Betten muss der Leistungsauftrag (Betreuung der Patienten etc.) gewährleistet sein. Es ist relativ bekannt, wie viele Arbeitsstunden je Patient aufgewendet werden müssen. Die Schwierigkeit liegt jedoch darin, dass nicht im Voraus bestimmt werden kann, wie viele Betten besetzt sein werden. Die Planung der benötigten Arbeitskräfte basiert weitgehend auf Erfahrungszahlen (z.B. je nach Saison, Feiertagen oder Tageszeiten). Die Spitzen werden durch Teilzeitangestellte oder Pikett-Personen, welche kurzfristig eingesetzt werden können, abgedeckt.

Dieser Betrieb müsste eine Zeiterfassung haben, denn der Arbeitsanfall kann sich stündlich ändern und feste Arbeitszeiten sind fast unmöglich. Dazu kommt, dass die Stunden der Teilzeitangestellten, Zeitgutschriften und Zulagen berechnet und ausbezahlt werden müssen. Die Verwaltung der Feier- und Dienstfreitage durch den 7-Tagesbetrieb sind ebenso wie Ferien unumgänglich. In der Abteilung wird monatlich ein Einsatzplan erstellt und muss durch Absenzen und Abtausch laufend nachgeführt werden. Die Arbeitszeiten werden von Hand aufgeschrieben und mühsam zusammengerechnet, die Gutschriften für Zulagen werden durch verschiedene Interpretation des Reglements unterschiedlich berechnet.

Statistische Auswertungen z.B. über Arbeitseinsätze im Vergleich zur Bettenbelegung oder Absenzen und Abwesenheiten durch Ausbildung sind nicht verfügbar. Durch fehlende Kennzahlen sind Vergleiche zwischen Abteilungen nicht möglich. Dazu kommt, dass bei Unterbelegung Mitarbeiter früher aufhören könnten, jedoch bei Spitzenbelegung jede Hand gebraucht würde. Wären da nicht flexiblere Arbeitszeiten mit Jahressollarbeitszeit gefragt?
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